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Denkstrategien

Denkstrategien führen Sie zum Erfolg.

Bewegung

Bewegung wirkt Wunder. Bewegungsübungen bauen Stress ab und Konzentration auf. Bewegungen eröffnen neue, kreative Blickwinkel.

Mit regelmäßigen Bewegungspausen bei geöffnetem Fenster oder im Freien wird das Gehirn verstärkt durchblutet und kann mehr Sauerstoff aufnehmen. Dadurch verbesert sich die Konzentration und Produktivität.

TIPP: Legen Sie bei kniffligen Aufgaben Pausen ein und bewegen Sie sich.

 

Denkblockaden lösen

Denkblockaden führen zur Vergesslichkeit. Ausgelöst werden können sie durch

Stress
mangelnde Bewegung
zu geringe Flüssigkeitszufuhr
falsche und unzureichende Ernährung
Medikamente (siehe PRISCUS-Liste potenziell inadäquater Medikation für ältere Menschen)
Sorgen und Probleme
Prüfungsangst u. a. Faktoren.

Setzen Sie Ihr Gehirn bei einer Denkblockade nicht unter Druck, denn sobald Stress entsteht, nehmen Gedächtnisleistungen und die Merkfähigkeit ab.

Stresssymptome hemmen den Transport der Neurotransmitter. Langfristig lösen sich unter Stress sogar Zellverbindungen und Synapsen bilden sich zurück.

Deshalb: Atmen Sie tief durch und wirken der Anspannung entgegen!

Folgende rhythimische Atemübung trägt zur Entspannung bei: Legen Sie eine Hand auf Ihren Bauch. Aatmen Sie durch die Nase tief in den Bauch hinein und nehmen Sie diese Atmung bewusst wahr. Atmen Sie durch den Mund aus. Zählen Sie Ihre Atemzügebeim Ein- und Ausatmen. Atmen Sie beispielsweise sieben Sekunden lang ein und sieben Sekunden lang aus. Kommt Ihnen das zu lang vor, fangen Sie mit drei Sekunden an und steigern sich langsam.

 

Gehirn

Das Gehirn, ein Wunderwerk der Natur, ist das Organ des Menschen, das uns am meisten beeindruckt.

Geschützt in der Schädelhöhle und umhüllt von der Hirnhaut macht es nur etwa 2 % des gesamten Körpergewichtes aus, beansprucht aber fast 20 % des allgemeinen Energie- und Sauerstoffbedarfs. Das Gehirn ist zudem das wasserreichste Organ im Körper und besteht zu 75 % aus Wasser.

Unser Kopf birgt rund 100 Milliarden Nervenzellen, die auf die Informations-übertragung und -verarbeitung spezialisiert sind. Diese Nervenzellen werden Neuronen genannt. Alle Informationen, die über die fünf Sinnesorgane aufgenommen werden, fangen die Neuronen wie ein Fischernetz auf. Allerdings sind die Fäden im Neuronennetz nicht verknotet, sondern über Anschlussstellen, die Synapsen, miteinander verbunden.

Jede einzelne Zelle steht über Synapsen mit bis zu 10.000 anderen Nervenzellen in direkter Verbindung und erhält Impulse, verarbeitet sie und gibt sie weiter. 100 Milliarden Nervenzellen sind durch etwa 100 Billionen Kontaktstellen miteinander verknüpft. Werden neue Informationen im Gehirn verarbeitet, sprießen weitere Verbindungen, auch Dendriten genannt.

Um die Weiterleitung der Informationen zu beschleunigen, bildet sich um einen Dendriten der Gehirnzelle eine elektrische Isolierung, die Myelinschicht. Diese besonderen Dendriten werden Axone genannt. Ein Axon gibt Informationen an Dendriten von Nachbarzellen ab.

 

Datenweitergabe über das Axon

Je mehr neue Informationen aufgenommen werden, umso dichter wird das Netz und umso dicker werden die Verbindungen.

Und das Beste: Je dichter das Netz, umso schneller fängt es neue Informationen auf.

Interesse

Interesse fördert die Konzentration. Deshalb gilt es Interesse für den Lerngegenstand zu wecken. Je größer das Interesse und der Spaß an einer Sache ist, desto größer ist auch die Bereitschaft sich zu konzentrieren. Damit wächst die Aussicht auf Erfolg. Und wer einmal Erfolg gehabt hat, macht auch gerne weiter.

Freizeitaktivitäten, die Bewegung, Experimentierfreude, Phantasie und Kreativität fördern, haben positive Auswirkungen:

  • Der Medienkonsum wird reduziert.
  • Die Reizflut wird eingedämmt.
  • Ausdauer und Konzentration werden trainiert.
  • Motorische Fähigkeiten werden verbessert.
  • Das Selbstvertrauen wird gestärkt.

Wer konzentriert ist, lenkt seine ungeteilte Aufmerksamkeit auf eine Sache. Dadurch wird zum Beispiel ein Schlüssel, der weggelegt wird, überhaupt erst wahrgenommen. Unser Gehirn nimmt die Information auf und merkt sich, wo der Schlüssel hingelegt wurde. Springen wir mit unseren Gedanken allerdings zwischen verschiedenen Aufgaben hin und her, können Denkwege nicht eingehalten werden. Dann wird die Konzentrationsfähigkeit gelähmt und die Merkfähigkeit leidet.

Känguru-Lesetechnik

Kängurus springen sehr weit.

Wer einen Text weit überblickt, kann schnell lesen und leicht lernen.

In der Regel machen Känguru-Leser drei Sprünge durch einen Text. Lesesprünge sind gleichzusetzen mit Lesedurchgängen.

Beim ersten Lesesprung wird der Text das erste Mal gelesen. Schwierige und unklare Wörter werden unterstrichen und am Rand mit einem Fragezeichen versehen. Nachdem der gesamte Text gelesen worden ist, werden alle unbekannten Wörter in einem Lexikon oder in der Online-Wikipedia nachgeschlagen oder in einem Gespräch geklärt.

Für den zweiten Lesesprung wird ein farbiger Textmarker benötigt, mit dem wichtige Wörter markiert werden. Nach dem zweiten Lesedurchgang wird Wesentliches aus dem Textinhalt erzählt oder aufgeschrieben. Dabei dürfen die farbigen Wörter zu Hilfe genommen werden.

Kann der Inhalt schon wiedergegeben werden? Dann fehlt nur noch der dritte Kängurusprung. Klappt es noch nicht so ganz mit der Inhaltsangabe, wird der Text erneut gelesen und weitere wichtige Wörter werden mit einer zweiten Farbe markiert.

Kann der Inhalt jetzt nacherzählt werden? Prima! Dann folgt eine kleine Sprungpause vor dem nächsten und vielleicht sogar letzten Lesedurchgang. Mindestens ein Tag, besser mehrere Tage sollten zwischen dem zweiten und dritten Lesesprung liegen, damit das Gehirn den Inhalt des Textes verarbeiten kann.

Da der Text schon bekannt ist, ermöglicht der letzte Känguru-Sprung schnelles Lesen. Zum Abschluss wird der Inhalt des Textes erneut mit eigenen Worten erzählt.

Termine für individuelle Lesetrainings vereinbaren Sie unter Telefon 0231 487927 oder über das Kontaktformular.

Kompetenz

Kompetenz ist mehr als Wissen.


Kompetenzen entwickeln sich in der Handlung.


Sie basieren auf Wissen, Fertigkeiten, Fähigkeiten und Qualifikationen. Den Kern von Kompetenzen bilden Regeln, Werte und Normen. Werden neue Informationen aufgenommen, stellt das Gehirn eine Beziehung zu vorhandenem Wissen und zu bekannten Werten her. Je nach Bewertung der Information, z. B. „wichtig" oder „unwichtig", „interessant" oder „langweilig", wird eine Aktion ausgelöst oder jegliche Handlung unterlassen.


Mit dem Wandel zur Wissens- und Informationsgesellschaft hat eine Lernrevolution begonnen, in der jeder selbstverantwortlich für seine Lernprozesse ist. Es werden Kompetenzen benötigt, mit denen eigenständig gelernt und Probleme selbständig gelöst werden können.


Lernen verändert und erweitert Kompetenzen. Denkabenteuer® bietet praxis- und handlungsorientierte Seminare, in denen Selbstlernkompetenzen gestärkt und Kompetenzentwicklungsprozesse ermöglicht werden.
Aktuelle Seminare zur Medienkompetenz finden Sie unter Termine.

Konzentration

Alle Denkleistungen, die ein Ziel verfolgen, setzen Konzentration voraus. Wie kann das Ziel "Konzentrieren » Merken » Lernen" erreicht werden?

Grundsätzlich gilt: Konzentration ist erlernbar, aber nicht erzwingbar. Die Konzentrationsbereitschaft wird von der Intensität der Motivation bestimmt. Ohne Lernmotivation ist kein bewusstes Lernen möglich. Innere und äußere Einflüsse wirken auf die Wirkungsstärke der Motivation und somit auch auf die Konzentration ein. Außenreize, insbesondere Fernsehen und Internet, überfluten das Gehirn mit Informationen. Die Fülle der Informationen muss in immer kürzeren Zeiträumen verarbeitet werden. Das überfordert das Gehirn und wirkt sich negativ auf die Konzentrationsfähigkeit aus. Unser Gehirn braucht Schlaf und Bewegung, um Informationen zu sortieren, zu strukturieren und abzuspeichern. Optische und akustische Störungen lenken ab und hemmen die Konzentration.

TIPP: Schalten Sie Störquellen aus.

Buchen Sie das Informationsmodul "Konzentrationstraining".

 

Kreativität

Kreative Gedanken fallen im wahrsten Sinne des Wortes vom Himmel: Sie fallen uns einfach ein, wenn wir sie am wenigsten erwarten. Mitten in einem Gespräch, nachdem ein Reizwort gefallen ist, macht es plötzlich „klick“ und wir finden eine lang gesuchte Lösung.

Besonders empfänglich für gute Ideen sind wir während der Einschlaf- oder Traumphase. Da unser Gehirn im Schlaf Informationen sichtet und sortiert, erscheinen sie am nächsten Morgen in einem neuen Licht.

Entspannung und gute Laune schaffen die Voraussetzung für kreative Denkprozesse.

Auszeiten unterbrechen das Gedankenkreisen und beflügeln die Kreativiät. Beim Spazieren gehen, Joggen oder Musik hören können Ideen aus dem Unterbewusstsein aufsteigen.

Greifen wir den spontanen Einfall auf und setzen ihn um, entsteht etwas Neues. „Etwas erfinden, erzeugen, herstellen, schaffen“ ist die Übersetzung des lateinischen Wortes „creare“. Der Begriff „Kreativität“ geht darauf zurück und hat auch die Bedeutung von „auswählen“. Als weitere Wurzel basiert der Begriff auf dem lateinischen Wort „crescere”, welches „geschehen und wachsen” bedeutet. Moderne Kreativitätskonzepte berücksichtigen beides – passives Geschehen lassen und aktives Erschaffen.

Kreative Menschen sind gern gesehene Mitarbeiter. Sie

  • verlassen vorhandene Pfade
  • beschreiten neue Wege und
  • finden Lösungen.

Auch Sie können Ihre Kreativität steigern, innovativ, effektiv und erfolgreich arbeiten. Je mehr Kreativitätstechniken Sie kennen, desto effektiver lösen Sie Aufgaben. Wichtigste Regel für jede Technik:

Halten Sie jeden kreativen Gedanken schriftlich in einem Ideenbuch fest. Dann geht er nicht verloren.

Schreiben verankert Ihre Idee in Ihrem Geist.

Denkabenteuer® unterstützen Sie dabei, die Leistungsfähigkeit Ihres Gehirns zu verbessern, geben Ihnen Werkzeuge an die Hand, Ihre Kapazitäten effektiver zu nutzen und lassen Sie Kreativitätstechniken erleben.

Termine für maßgeschneiderte Kreativitätsmodule, wie zum Beispiel

  • Lichtblick und Geistesblitz
  • Flip oder Flop
  • 6-Hut-Denken
  • Ideensterne

vereinbaren Sie unter Telefon 0231 487927 oder fordern Sie schriftlich ein Angebot für Ihr persönliches Denkabenteuer® über das Kontaktformular an.

Lerngemeinschaften

Lerngruppen unterstützen viele Lernprozesse und steigern den Lernerfolg. Da alle Gruppenmitglieder dasselbe Ziel verfolgen, motivieren sie sich gegenseitig zum Lernen. Durch das gemeinsame Lösen von Aufgaben, wird die fachliche, methodische und soziale Kompetenz der Mitglieder erweitert. Der gemeinsame Austausch lässt

  • Lösungsansätze finden
  • Denkfehler vermeiden
  • Zusammenhänge erkennen
  • einen Gesamtüberblick entstehen
  • Lernstoff durchdringen.

Das optimale Lernteam besteht aus vier Mitgliedern, deren Kenntnisstand und Leistungsfähigkeit ausgewogen ist. Kollektive Lernerfolge können nur erzielt werden, wenn in der Gemeinschaft eine entspannte und offene Lernatmosphäre herrscht. Um gemeinsam lernen und wachsen zu können, müssen Fehler erlaubt sein.

Nachstehend einige Tipps für Lerngemeinschaften:

  • Organisieren Sie die Lerngruppe.
  • Definieren Sie ein gemeinsames Ziel als Basis der Zusammenarbeit.
  • Erstellen Sie für jedes Treffen eine Aufgabenliste, in der für jedes Gruppenmitglied festgehalten wird, was es bis wann zu erledigen hat.
  • Überprüfen Sie in regelmäßigen Abständen, was Sie gemeinsam erreicht haben.
  • Feiern Sie Ihre Erfolge!

Lerngymnastik

Öffnen Sie regelmäßig ein Fenster und stellen Sie sich davor. Frische Luft versorgt das Gehirn mit Sauerstoff. Bewegungsübungen bringen den Sauerstoff noch schneller in das Gehirn und man kann sich viel besser konzentrieren.

Hier sind Übungsbeispiele für Ihre Lerngymnastik:

  1. Nehmen Sie einen kleinen weichen Ball und legen Sie ihn auf den Kopf. Stehen Sie von Ihrem Schreibtisch auf und balancieren Sie den Ball dabei auf dem Kopf. Gehen Sie  einmal um den Stuhl herum ohne, dass der Ball von dem Kopf fällt.
  2. Zeichnen Sie mit beiden Armen möglichst große Kreise. Die Kreise dürfen sich nicht überschneiden! Nach sieben Kreisen ändern die Arme die Kreisrichtung. Sie kreisen erneut siebenmal. Noch fit? Dann zeichnen Sie nun mit den Armen sieben Kreise, die sich überschneiden. Nach sieben Kreisen ändern Sie wieder die Richtung und zeichnen zwei Kreise, die sich überschneiden.
  3. Stellen Sie sich vor ein geöffnetes Fenster und verlagern das ganze Gewicht auf das rechte Bein. Führen Sie nun langsam das linke Bein gestreckt nach vorne, zur Seite und wieder zurück zum Ausgangspunkt. Verlagern Sie dann das Gewicht auf das linke Bein. Führen Sie das rechte Bein nach vorne, zur Seite und wieder zurück zu seinem Standpunkt. Noch ein Tipp: Damit das Gleichgewicht gehalten werden kann, schauen Sie auf einen Punkt, der 1 bis 2 Meter vor Ihnen ist.

Denken – Lernen und Bewegen ist das Motto jedes Denkabenteuer®-Workshops. Bewegung aktiviert Millionen von Gehirnzellen. Koordinierungsübungen aus der pädagogischen Kinesiologie bringen beide Gehirnhälften in Einklang und trainieren die Augenbeweglichkeit, die wichtig für das Lesen und Lernen ist. Gezielte Bewegungen erhöhen die Aufmerksamkeit und fördern die Konzentration. Wenn man sich beim Auswendig lernen bewegt, prägen sich Vokabeln oder ein Gedicht leichter ein.

Lernpausen

Das Gedächtnis braucht - wie der gesamte Körper - regelmäßige Pausen:

Lernen → Pause → Lernen  → Pause → Lernen  → Pause → Lernen  → Belohnung

Lern- und Übungseinheiten sind so zu gestalten, dass nach etwa 30 Minuten eine kurze Pause von 5 Minuten eingehalten wird, damit das Gehirn neue Gedächtnisinhalte sortieren und mit vorhandenen Wissen verknüpfen kann. Geben Sie Ihrem Gedächtnis Zeit, neues Wissen in vorhandenes Wissen einzusortieren. Rhythmisches Lernen berücksichtigt die Arbeitsweise des Gehirns.

Fällt die Konzentration schon nach 10 Minuten schwer, gönnen Sie sich eine Pause von 1 Minute. Viel länger sollte die Pause nach einer kurzen Lernzeit nicht ausfallen, da sonst der Lernfaden verloren wird. In Abhängigkeit von der Lerndauer sollte die Pausenlänge nach 30 Minuten etwas 5 Minuten, nach 1 bis 2 Stunden konzentrierten Arbeitens eine Vierteilstunde betragen. 

Wird an einem Tag lange gelernt, benötigt unser Gehirn einen regelmäßigen Rhythmus zwischen Lernen und Pause. Dabei wird die Pausenzeit jedes Mal etwas verlängert. Grundsätzlich belastet Lernen kurz vor Toresschluss, also unmittelbar vor einer Prüfung das Gedächtnis. Denn Zeitdruck und Hektik mindern die Konzentration. Gerade an solchen Tagen ist ein Lernpausenplan besonders wichtig.

Wenn Sie merken, dass Ihre Gedanken abschweifen, empfiehlt sich körperliche Aktivität. Verlassen Sie den Lern- und Arbeitsplatz während der Pause. Bewegung und Sauerstoff tanken die Konzentrationsfähigkeit auf und verbessern die Merkfähigkeit. Neue Reize steigern die Motivation. Landschafts-, Blumen- oder andere neutrale Bilder bieten dem Gehirn Abwechslung und regen zum Weiterlernen an.

Gute Lernplanung, also in Intervallen zu lernen, wirkt sich positiv auf das Behalten aus. Sobald Ihre Gedanken abschweifen, Sie gähnen oder seufzen, Appetit bekommen und ein Bewegungsbedürfnis verspüren, signalisiert Ihr Körper, dass er eine Pause benötigt. Lernpausen frischen die Konzentration auf und halten lernfit. Lernblockaden lösen sich durch Bewegung oder durch Entspannung.

 

Lernritual

Routinetätigkeiten erledigen wir, ohne darüber nachzudenken. Dazu zählt zum Beispiel das morgendliche und abendliche Zähneputzen, das wir in den Tagesablauf integriert haben. Ein Lernritual stimmt das Gehirn auf aktives Denken ein und gibt das Startsignal "Jetzt wird gelernt.".

Mit einer Aktion, die Ihnen als Lerneinstieg gefällt, fällt der Startschuss zum Lernen besonders leicht. Hierzu drei Beispiele:

  • Öffnen Sie ein Fenster und lüften fünf Minuten lang bevor Sie sich an den Schreibtisch setzen.
  • Stellen Sie sich eine Flasche Wasser und ein Trinkglas bereit.
  • Klopfen Sie sich mehrmals auf die linke und anschließend auf die rechte Schulter. Mit dieser Überkreuzbewegung koordinieren Sie die Zusammenarbeit beider Hirnhälften.

Führen Sie Ihr Lernritual ab sofort täglich durch bevor Sie mit dem Lernen beginnen. Mit der Zeit wird Lernen zur Gewohnheit und Teil Ihres Alltags. Wenn Lernen zur Gewohnheit wird, können selbst umfangreiche Lernprojekte entspannt umgesetzt werden.

Lernschlüssel

Schlüsselwörter verankern Informationen. Sie helfen, sich Zahlen, Namen, Informationen und Lerninhalte besser zu merken.

“Phantasie ist alles.”

wusste auch Albert Einstein schon. Denn  Phantasie ist der Schlüssel zum Behalten.

Jedes Schlüsselwort, das selbst gefunden wird, stellt einen persönlichen Bezug zum Schlüsselwort her. Ein Schlüsselwort ist oft ein Substantiv (Hauptwort), kann aber auch ein Bild sein. Um ein passendes Bild zu finden, braucht es Phantasie. Je ausgefallener das Bild, umso leichter und schneller kann es aus dem Gedächtnis wieder abgerufen. Je öfter Schlüsselwörter und passende Bilder gesucht werden, um so schneller können neue Lerninhalte mit Bildern verknüpft werden.

Mit Kreativität und Fantasie prägen sich neue Lerninhalte schneller ein und verknüpfen sich mit vorhandenem Wissen. Werden neue Vokabeln zum Beispiel in einen Satz oder eine lustige Geschichte eingebaut, behält man sie besser.

Die Bundesländer lassen sich leicht mit folgendem Lernschlüssel behalten:

Schnell möchte Bruno bemerkenswerte sechzehn Bundesländer benennen, sie richtig nobel niederschreiben – bevor Hans seine Tante holt.

Schleswig-Holstein – Mecklenburg-Vorpommern – Brandenburg –  Berlin – Sachsen – Bayern – Baden-Württemberg – Saarland – Rheinland-Pfalz – Nordrhein-Westfalen – Niedersachsen – Bremen – Hammburg – Sachsen-Anhalt – Thüringen – Hessen

Lernumgebung

Die Lernumgebung wirkt sich positiv oder negativ auf die Konzentration aus. Bei einem festen Arbeitsplatz lässt sich die Aufmerksamkeit bündeln und auf die Lerninhalte lenken. Nachstehend einige Tipps für eine gute Lernumgebung:

  • fester Arbeitsplatz mit einer Arbeitsfläche von mindestens 80 x 120 cm
  • körpergerechter Bürostuhl
  • ausreichende Arbeitsplatzbeleuchtung
  • aufgeräumter Schreibtisch mit Arbeitsutensilien
  • regelmäßige Frischluftzufuhr
  • angenehmes Raumklima von ca. 20° C
  • keine störenden Geräuschquellen.

Mentales Fitnesstraining

Konzentriert bleiben, kreativ werden und komplexe Denkleistungen meistern - dazu verhilft kognitives Leistungstraining.

Ein geübter Geist kann

  • erkennen, was wichtig ist
  • Arbeitsabläufe strukturieren
  • flexibel reagieren.

Unser Gehirn will gefordert werden. Wird das Gehirn nicht trainiert, nimmt es ab und verliert an Leistungsfähigkeit, fordern wir es und lernen etwas Neues, nimmt es zu. Das Gehirn ist extrem flexibel – egal wie alt man ist. Anregungen, neue Bilder und interessante Informationen liebt das Gehirn. Mit lebenslangem Lernen erhalten wir unser Gehirn fit und bauen ein gutes Gedächtnis auf. Denn das Sprichwort “Wer rastet, der rostet” gilt sowohl für den menschlichen Körper als auch für den Geist.

Denkabenteuer® berücksichtigt Körper, Geist und Seele. Mit abwechslungsreichen Übungen werden unterschiedliche Denkleistungen der linken und der rechten Hirnhälfte trainiert. Denksport erhält und erweitert die Merkfähigkeit, es fördert die Denkflexibilität, die Wortfindung und letztendlich die Intelligenz. Auch die Fantasie und Kreativität werden gefördert, so dass es leichter fällt Ideen für das Lösen von Problemen zu finden. Bewegungsübungen zur Verbesserung der Konzentration und des Wohlbefindens gehören in jede Denksportstunde. Regelmäßiger Denksport senkt die Wahrscheinlichkeit eine Demenz zu entwickeln, trainiert das Gedächtnis, erhöht die geistige Beweglichkeit, stärkt das Selbstvertrauen, steigert das Wohlbefinden, fördert soziale Kontakte und kräftigt das Immunsystem. Mentales Fitnesstraining so wichtig wie eine gesunde Ernährung und ein täglicher Spaziergang. Es stärkt geistige Fähigkeiten und ermöglicht, auch in Stresssituationen einen klaren Kopf zu behalten.

Mit Denkabenteuer® verbessern Sie ihre Konzentration und legen damit den Grundstein für schnelleres Lernen und besseres Behalten.

Merkfähigkeit

Manchmal sucht man verzweifelt in seinem Gedächtnis und trotzdem bleibt der Name unseres Gegenübers verschütt. Der Weg zu einem guten Gedächtnis wird leicht, wenn Sie in Bildern denken. Bei vielen Namen lässt sich sofort eine bildliche Assoziation abrufen. Stellen Sie sich vor, wie Frau Schneider eine Nadel in der Hand hält und ein Kleid schneidert. Herr Müller sitzt in Ihrer Fantasie vor einer Mühle und sieht aus wie ein Müller.

Assoziationsketten helfen dem Gedächtnis.

Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf den Namen Ihres Gesprächspartners. Erst dann nehmen Sie ihn wirklich über das Sinnesorgan „Ohr“ auf. Wiederholen Sie ihn möglichst sofort, damit sichergestellt ist, dass sie ihn richtig verstanden haben.

Fragen Sie nach, wenn Sie den Namen nicht richtig verstanden haben. Halten Sie bei wichtigen Telefonaten den Telefonhörer oder das Mobiltelefon an das rechte Ohr. Es hört dann mit der linken Hirnhälfte, die anders hört als die rechte.

Verknüpfen Sie den Namen mit einem Kleidungsstück des Gesprächspartners oder mit einem Detail seines Äußeren. Dadurch setzen Sie einen Erinnerungsanker.

Sammeln Sie während des Gesprächs weitere Erinnerungsanker, zum Beispiel Interessen oder Hobby des Gesprächspartners. Durch diese kreativen Verknüpfungen kann ihr Gehirn später den Namen leichter rekonstruieren.

“Das Gut des Lebens währt zählbare Tage, das Gut des Namens unzählige Tage.”
Altes Testament, Jesus Sirach 41, 13

Motivation als Lernmotor

Jedes Motiv ist eine treibende Kraft, die uns an ein Ziel bringt. Sie beeinflusst unser Denken und Handeln. Je wichtiger uns ein Ziel ist, desto größer ist auch das Motiv und die Kraft, die wir aufwenden, das Ziel zu erreichen.

Man unterscheidet zwei Arten positiver Motivation, die als Lernmotor wirken können:

  • intrinsische (durch eigenen Willen): Das Bedürfnis, sich selbst mit der „Sache“ zu befassen und der Wille dazuzulernen.
  • extrinsische (durch äußere Einflüsse): Sie sieht Lernen als Mittel zum Zweck, um z. B. eine Prüfung zu bestehen oder mehr Geld zu verdienen

Negative Motivation, die versucht, mit Druck ein Verhalten zu erzwingen (“Wenn du diese Aufgabe nicht löst, darfst du später nicht …”), ist hingegen kein guter Lernmotor.

Motivation lässt sich an der Körperhaltung erkennen. Richten Sie sich auf und bauen eine gewisse Körperspannung auf. Sie werden merken, dass Ihre Aufmerksamkeit dadurch positiv beeinflusst wird.

Erlebnisse, die faszinieren und neugierig machen, geben den Startschuss zum Lernen. Mit Erfolgserlebnissen bleibt die Motivation erhalten.

Positive Anerkennung und attraktive Lernmedien bauen Lernbrücken und begünstigen das Lernen. Informationen, die wir als positiv und wichtig empfinden, gelangen leicht und dauerhaft in unser Gedächtnis. Jede positive emotionale Besetzung motiviert und fördert die Speicherung im Gedächtnis.

Motivation ist der Treibstoff für den Lernmotor "Konzentration".

Nahrung für das Gehirn

Unser Körper und unser Gehirn benötigen Obst, Gemüse und Vollkornprodukte.

So wie jede Zelle unseres Körpers benötigen auch Gehirnzellen Mineralstoffe. Der homöopathische Arzt Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler entdeckte den Zusammenhang zwischen Mineralstoffmengen in der Zelle und Funktionsstörungen der Zelle, wenn Mineralstoffe fehlen. In kleinsten gelösten Mengenanteilen sind Nährsalze in den Zellen vorhanden. Nährsalze müssen somit auch in kleinsten Dosen eingenommen werden. Nach Dr. Schüßler fördert und erhält das Salz “Kalium phosphoricum” die Lebenskraft der Zellen und ist ein wichtiges Funktionsmittel bei Gedächtnisschwäche. Das biochemische Präparat ist frei verkäuflich in jeder Apotheke erhältlich. Verlangen Sie das Schüßler Salz Nr. 5 in D6 und lutschen Sie zwei- bis dreimal täglich drei Tabletten.

Schon in der Antike hatte Blütenpollen ein hohes Ansehen. Sein Gehalt an lebenswichtigen Eiweißbausteinen, Vitalstoffen, Enzymen und hormonartigen Stoffen erklärt die positiven Wirkungen, wie

  • Verbesserung der Durchblutung des Herzens und Gehirns
  • Steigerung der Abwehrkräfte
  • Positive Wirkung auf Haut, Haare und Nägel

Ortslisten

Um eine Vielzahl von Begriffen oder Zahlen zu behalten, stellt man sie im Geiste an bestimmte Stellen (Örtchen oder griechisch „Loci“) in einem Raum.

Ortslisten machen sich die Tatsache zunutze, wie das Gehirn Informationen speichert. Bilder und Wörter werden doppelt im Gehirn abgelegt. Werden Daten und Fakten geistig mit Bildern verknüpft, arbeiten beide Gehirnhälften zusammen. Dadurch erhöht sich die Merkfähigkeit enorm.

Geht man in Gedanken mehrmals durch den Raum und verbindet den zu lernenden Begriff mit einem markanten Ort, kann man sich an jeden Platz an den richtigen Begriff erinnern.

Probieren Sie es einmal mit den deutschen Bundeskanzlern aus:

Konrad Adenauer, Ludwig Erhard, Kurt Georg Kiesinger, Willy Brandt, Helmut Schmidt, Helmut Kohl, Gerhard Schröder, Angela Merkel

Bereits Kinder in der 1. Klasse können die „Örtchen-Technik“ erlernen.

Richtig starten

"Auf die Plätze - fertig - los"!, heißt es bei Kurz- und Langstreckenläufen. Wer erfolgreich ins Ziel einlaufen möchte, hat sich gut auf seinen Lauf vorbereitet. Auch bei der Gedankenarbeit ist eine gute Vorbereitung die Grundlage für effektive Arbeitsergebnisse, damit sich das Gehirn auf seine anstehenden Aufgaben einstellen kann.

Aktives Denken erfordert die Zusammenarbeit beider Hirnhälften. Mit einfachen Übungen koordinieren Sie die linke und die rechte Hirnhälfte. Führen Sie Übungen durch, welche die Körpermitte überschreiten. Klopfen Sie sich zum Beispiel mit der rechten Hand auf die linke Schulter und anschließend mit der linken Hand auf die rechte Schulter. Machen Sie diese Wechselbewegung mindestens zehnmal.

Arbeiten beide Hirnhälften gut zusammen, können Sie sich besser konzentrieren und Ihre Merkfähigkeit wird zunehmen.

Schlaf

Jeder Mensch braucht Nahrung, Flüssigkeit und Schlaf. Fehlt dem Körper Schlaf, holt er ihn sich. Man schläft buchstäblich im Stehen ein, weil man sich einfach nicht mehr wach halten kann. Wie viel Schlaf ein Mensch braucht, ist genetisch festgelegt. Nicht umsonst sprechen wir von Nachteulen und Lerchen. Durchschnittlich schlafen Erwachsene sieben bis acht Stunden pro Tag. Manche Menschen kommen tatsächlich mit fünf Stunden aus, andere benötigen täglich zehn Stunden, um sich fit zu fühlen.

Der Schlaf wird aktiv vom Gehirn herbeigeführt. Warum? Unser Gehirn braucht die Schlafphasen, um Erfahrungen sowie neues Wissen zu verankern und langfristig im Gedächtnis zu speichern.

Wie man heute aufgrund von Untersuchungen im Schlaflabor weiß, durchläuft der Mensch in jeder Nacht vier bis fünf Schlafzyklen etwa im 90-Minuten-Takt. Jeder Zyklus beinhaltet unterschiedliche Schlafphasen: leichten Schlaf, Tiefschlaf und eine Traumphase.

In der Einschlafphase fällt der Mensch zunächst in einen Halbschlaf. Seine Muskulatur entspannt sich, wodurch manchmal Muskelzuckungen auftreten können. Dann sinkt der Schlafende innerhalb einer halben Stunde in die erste Tiefschlafphase, in der die Körpermuskeln erschlaffen sowie Atem und Herzfrequenz langsam und regelmäßig sind. Wird man in dieser Phase geweckt, braucht man Zeit, um zu sich zu kommen und sich wieder zurechtzufinden.

Die Tiefschlafphase geht in die Traumphase oder REM-Phase (Rapid Eye Movement) über, in der die Augen heftige Bewegungen durchführen. Die Träume sind in dieser Zeit sehr intensiv. Weil in dieser Schlafphase das Gehirn aktiv, der Körper aber passiv ist, wird der REM-Schlaf auch als paradoxer Schlaf bezeichnet. Herz- und Atemfrequenz sowie der Blutdruck steigen an, nur die Muskulatur wird blockiert. So wird verhindert, dass Bewegungen, die im Traum erlebt werden, ausgeführt werden.

Schlafforscher haben beobachtet, dass der Schlaf einer Nacht zu 50 % aus Leichtschlaf, 25 % aus Tiefschlaf und 20 % aus Traumschlaf besteht. Dabei gelten Wachzeiten von etwa 5 % als normal. Im Verlauf der Nacht nimmt der Anteil des Tiefschlafes ab und der des Traumschlafes zu.

Dem REM-Schlaf wird eine besondere Bedeutung für Lernprozesse zugeschrieben. Nach heutigem Stand der Wissenschaft ist der Hippocampus der „Türsteher“ zum Langzeitgedächtnis. Er entscheidet welche Gedächtnisinhalte in der Gehirnrinde aktiviert und dann im Traumschlaf mit vorhandenen Gedächtnisinhalten und Emotionen verknüpft werden.

Der Arbeitsspeicher kann erst neue Inhalte aufnehmen, nachdem er geleert worden ist, die Inhalte abgearbeitet und weggeräumt sind. Ruhephasen (Pausen) sind wichtig, damit neue Inhalte vorhandene nicht überlagern.

Somit hat Schlaf eine besondere Bedeutung für Lernende:

Wer viel lernt, braucht mehr Schlaf.

Im Schlaf rekapituliert das Gehirn Lerninhalte, analysiert, strukturiert und festigt sie.
Ausreichender Schlaf stärkt zudem das Immunsystem und reguliert den Blutzuckerspiegel.

Vokabeln lernen

Nicht alle neuen Vokabeln erreichen die Stufe des Langzeitgedächtnisses auf Anhieb. Das liegt zum einen daran, dass auf einer Stufe nur begrenzt Platz ist und deshalb Pausen eingelegt werden müssen. Und zum anderen an der Vokabel selbst. Ist sie besonders schwierig, schafft sie es nicht ohne Wiederholung, die Stufe des Langzeitgedächtnisses zu erklimmen. Lernschlüssel helfen dabei, Vokabeln leichter zu behalten.

Wiederholungen befördern Vokabeln auf die oberste Stufe der Gedächtnistreppe. Nach der 5. Wiederholung hat die Vokabel das Langzeitgedächtnis und die oberste Stufe der Gedächtnistreppe erreicht.

Für Wiederholungen ist ein fester Rhythmus einzuhalten:
10 Minuten ↔ 1 Tag ↔ 1 Woche ↔ 1 Monat ↔ 6 Monate

Die erste Wiederholung sollte noch am selben Tag erfolgen. Sie hilft die Informationen 1 Tag länger zu behalten. Die zweite Wiederholung verankert das Gelernte 1 Woche im Gedächtnis. Nach einem Monat empfiehlt sich ein erneutes Auffrischen und Vertiefen des Lernstoffes mit den eigenen Notizen oder Karteikarten. Werden die Lerninhalte nach 6 Monaten noch einmal wiederholt, sind die Informationen im Langzeitgedächtnis eingeprägt.

Wird regelmäßig gelernt, ist der Erfolg vorprogrammiert. Wer jeden Tag zehn Vokabeln lernt, kennt in fünf Tagen schon 50 neue Vokabeln. Mit jedem neuen Tag, an dem die Vokabeln gelernt und wiederholt werden , macht das Lernen immer mehr Spaß.

Wasser - ein Lebenselixier

Wasser ist ein Lebenselixier. Es erfüllt lebensnotwendige Funktionen und ist Bestandteil aller Zellen. Zu mehr als der Hälfte besteht der menschliche Körper aus Wasser, das menschliche Gehirn zu 85 Prozent. Deshalb verdient das Gehirn besondere Aufmerksamkeit und Fürsorge. Es ist das Organ, welches alle Körperfunktionen steuert.

Flüssigkeitsmangel beeinträchtigt die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit.

Achten Sie deshalb darauf, täglich mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Diese Menge entspricht etwa sieben Gläsern Wasser oder sechs großen Tassen ungesüßten Früchte- oder Kräutertee. Wasser bevorzugt das Gehirn, weil es für Denkleistungen sofort nutzbar ist.

Wiederholungen

Inhalte, die überraschen oder in Staunen versetzen, wecken besonders leicht Interesse und verankern sich wie von selbst im Gedächtnis.  Andere Lerninhalte, müssen sich einen Platz im Gehirn suchen. Regelmäßige Wiederholungen speichern Wissen dauerhaft im Langzeitgedächtnis und tragen dazu bei, dass Gerlerntes wieder abgerufen werden kann.

Für Wiederholungen ist ein fester Rhythmus einzuhalten:
10 Minuten     ↔     1 Tag     ↔     1 Woche     ↔     1 Monat     ↔     6 Monaten

Die erste Wiederholung sollte noch am selben Tag erfolgen. Sie hilft die Informationen 1 Tag länger zu behalten. Die zweite Wiederholung verankert das Gelernte 1 Woche im Gedächtnis. Nach einem Monat empfiehlt sich ein erneutes Auffrischen und Vertiefen des Lernstoffes mit den eigenen Notizen oder Karteikarten. Werden die Lerninhalte nach 6 Monaten noch einmal wiederholt, sind die Informationen im Langzeitgedächtnis eingeprägt.

Die Gewohnheit ist ein Seil. Wir weben jeden Tag einen Faden, und schließlich können wir ihn nicht mehr zerreißen.
Horace Mann

Lassen Sie Wiederholungen zur Gewohnheit werden!

Lernverpackungen
Der Mensch wiederholt besonders gern, wenn der Lernstoff stets neu verpackt ist und abwechslungsreich dargeboten wird. Die Verpackung ist enorm wichtig. Sie vermittelt die Inhalte interessant und motivierend und organisiert abenteuerliche Wiederholungen. Mit Denkabenteuer® machen Wiederholungen besonders Spaß.

Rechtschreibung üben
Gute Orthografiekenntnisse werden mit der Wortkartei erworben.

Wortkartei

Bei einem täglichen Training von 15 bis 20 Minuten mit der Wortkartei wachsen die Rechtschreibkenntnisse kontinuierlich.

Benötigtes Material für die Arbeit mit der Wortkartei:

  • ein Karteikasten für A7-Karteikarten
  • eine Unterteilung für vier Fächer
  • A7-Karteikarten
  • ein Übungsheft
  • ein Bleistift, ein Radiergummi, Farbstifte.

Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind, täglich gemeinsam mit der Wortkartei zu lernen. Es verpflichtet sich, freiwillig mit Ihnen zu üben und Sie stimmen zu, Ihrem Kind täglich acht bis zehn Lernwörter zu diktieren ohne dabei zu schimpfen oder zu kommentieren.

Am ersten Tag schreibt Ihr Kind jedes Wort, welches es im Diktat oder bei den Hausaufgaben falsch geschrieben hat, richtig auf eine Karteikarte. Die Stelle, wo zuvor der Fehler gemacht wurde, wird unterstrichen. Hat Ihr Kind zum Beispiel „Dromedar“ ohne das R am Wortende geschrieben, wird es unterstrichen. Ergänzt werden kann auch die Pluralform „Dromedare“. Geben Sie stets Hinweise auf Ableitungsmöglichkeiten und Wortstämme! Die Karte kommt nun in das erste Fach des Karteikastens.

Am zweiten Tag nimmt Ihr Kind die Karte aus dem ersten Fach und liest das Wort laut vor. Anschließend zerlegt es das Wort mündlich und klatschend in Silben und bildet einen Satz mit dem Wort. Dann schreibt es das Lernwort mit Bleistift in sein Übungsheft. Es vergleicht das Wort im Übungsheft mit dem Wort auf der Karteikarte. Ist es richtig geschrieben, wird ein Pluszeichen auf der Rückseite der Karte gemacht. Dann wandert die Karte in das zweite Fach des Karteikastens. Steht das Wort falsch im Übungsheft, wird es ausradiert und verbessert. Die Karte wird in das erste Fach zurückgestellt.

Am dritten Tag nimmt Ihr Kind zunächst die Karten aus dem zweiten Fach und bearbeitet die Wörter wie oben beschrieben: in Silben zerlegen, Satz bilden, in das Übungsheft schreiben, vergleichen … Wenn das Wort richtig im Übungsheft steht, bekommt die Karte ein zweites Plus. Falsch geschriebene Wörter wandern zurück in das erste Fach.

Im dritten Fach bleiben die Karten ein paar Tage liegen. Karten aus dem dritten Fach lesen Sie Ihrem Kind vor. Wurde das Wort richtig geschrieben, bekommt es ein Plus, dann wandert es in das vierte Fach. Auch im vierten Fach verweilt die Karte länger als einen Tag. Wird das Wort beim vierten Mal richtig geschrieben, verlässt die Karte den Karteikasten und Ihr Kind bekommt einen Punkt. Handeln Sie eine Belohnung für eine erreichte Punktzahl aus.

Nehmen Sie möglichst immer erst die Karten aus dem zweiten Fach, dann aus dem ersten und schließlich aus dem dritten und dann aus dem vierten Fach.

Täglich wandern neue Lernwörter in den Karteikasten, je nachdem welche Anzahl an Lernwörtern Sie mit Ihrem Kind vereinbart haben.

Wird regelmäßig gelernt, ist der Erfolg vorprogrammiert.

 

Zeitmanagement

Zeitweise werden wir regelrecht von Terminen und Aufgaben überrollt, von Informationen überflutet sowie von Erwartungen und Anforderungen überfordet. Aus Überforderungen entstehen Misserfolge, Unzufriedenheit und Stress. Immer wenn wir unter Zeitdruck stehen und angespannt sind, nimmt die Gedächtnisleistung ab und die Konzentration lässt automatisch nach.

Um in solchen Lagen konzentriert bleiben zu können, hilft Planung, denn Planung bedeutet Zeitgewinn, Übersicht über unseren Zeitbedarf und Kontrolle über Erledigtes und Unerledigtes. Ein strukturierter Arbeitsalltag vermittelt das Gefühl von Selbstbestimmtheit und hilft Ihnen den Anforderungen nach kreativem und innovativem Denken im Berufsalltag gerecht zu werden. Durch Planung und Organisation entlasten und verbessern Sie das Gedächtnis.

Eine geeignete und einfache Methode, um einen Überblick über anstehende Aufgaben zu gewinnen, ist die Alpenmethode:

A - Aufgaben auflisten
L - Länge der Aufgaben schätzen
P - Pufferzeiten für Unvorhergesehenes einplanen
E - Entscheiden, was wie wichtig ist.
N - Nachkontrolle und Vorgehensweise optimieren.

Mittels Denkstrategien lassen sich Arbeitsprozesse erfolgreich gestalten und Sie bleiben "Fokussiert im Job."